„Helden“ der 70er zu Gast

Gestern trafen sich ehemalige Mitglieder des Schachklubs Wilhelmsburg, die in den 1970er Jahren unter dem damaligen Jugendwart, Heiner Ahrens, nachhaltig wirkten, der eine mehr, der andere weniger: Klaus Neumann, André Grohmann, Michael Trocha, Axel Siegmann, Gerhard Breitkreuz, Andreas Stubbe, Torsten Hemker, Wolfgang Ohl und Karsten Ohl (von links vorne im Kreis nach rechts).

Es war wie ein spannendes Gespräch mit Zeitzeugen. Einiges davon wird in die Fortschreibung der Geschichte des Vereins einfließen. Hier sei erst mal nur etwas über uns HR wiedergegeben. Karsten Ohl erzählte, er habe ihn als Fünftklässler bei einem Schachanfängerkurs kennengelernt. Da sei HR ein kleiner Junge gewesen, der auffällig schnell in einem Schachbuch geblättert habe. Karsten Ohls erster Gedanke sei gewesen, es läge daran, dass er es nicht verstünde. Dass er bereits eine Klasse übersprungen hatte, sei ihm nicht bekannt gewesen. Später hätten Zehntklässler versucht, eine Hausaufgabe in Mathe an der Tafel zu lösen, und seien gescheitert. HR habe sich dann irgendwann einen Stuhl genommen, sich auf ihn gestellt und die Lösung der Aufgabe an die Tafel gekritzelt. Im Nachhinein, sagte Karsten Ohl, sei ihm klar geworden, dass HR so schnell im Schachbuch geblättert habe, weil ihm der Inhalt schon bekannt gewesen sei. Rund eine halbe Stunde nach dieser Erzählung erschien Torsten Hemker, erkannte niemanden und fragte HR nach dessen Namen. Als dieser gesagt hatte: „Ich bin Hauke“, sagte jener: „Ach, Hauke, der immer unsere Matheaufgaben gelöst hat.“

Es wurde aber nicht nur geredet, sondern auch ein wenig Schach gespielt, schließlich lief ja auch noch parallel das freie Training der Jugend.