13. Alstertaler U16-Turnier

Beim 13. Alstertaler U16-Turnier wurden gestern neun Runden Schnellschach im Schweizer System gespielt. Es gab viele Pokale zu gewinnen. Auch vier von uns kämpften um diese. Justus und Ranvir hätten bei ihrem wohl letzten U16-Turnier unter die ersten drei kommen müssen, um einen zu kriegen. Das gelang ihnen nicht. Auf den vorderen Plätzen fanden sich viele recht junge Spieler. Justus wurde als drittbester U16er nur Neunter, Ranvir musste sich mit Platz 17 begnügen. Ivan holte als viertbester U14er den 15. Platz, gewann also auch keinen Pokal, hinterließ aber als Zweitbester ohne DWZ dennoch einen sehr guten Eindruck. Nur Lionel konnte als drittbester U8er auf Platz 26 einen Pokal ergattern. Er war trotzdem nicht ganz zufrieden, wäre wohl gerne weiter vorne gelandet.

Die Sieger:innen

SKW 2 (J) vs. SKJE 4 (J)

         Jugendbezirksliga  Runde 1  17.11.2023             
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       Wilhelmsburg II    7 - 16  SKJE IV                
---------------------------------------------------------  
1. 1   Huynh,Minh Luka    0 - 3   Jonas,Ferdinand     4.2   
2. 3   Mohamed,Morad      1 - 3   Vollberg,Matthias   4.9  
3. 6   Vesović,Ivan       3 - 1   Nowak,Justus        5.1  
4. 7   Praglowski,Simon   1 - 3   Demuth,Joscha       5.3  
5. 8   Ranft,Elias        1 - 3   Huck,Alexander     5.11  
6. 9   Gagneur,Oskar      1 - 3   Tödt,Rafael        5.12  

WT R4

Riccardo spielte e4 gegen Hauke. Hauke spielte Sizi gegen Riccardo.
Wir wissen, wie so etwas (selbst in einer vorbereiteten Nebenvariante)
regelmäßig endet 🙂 Es steht somit 2:2. HR überlegt jetzt für Partie 5 daran,
ob er nach zero Effekt mit d4 und c4 vielleicht selbst e4 versucht 🙂

JM 23: Stichkampf in der Kandidatenklasse

Heute holte sich Ivan in einer fehlerreichen, aber spannenden Schnellschachpartie mit den schwarzen Steinen gegen Elias den Titel „Wilhelmsburger Jugendtalent 2023“. Herzlichen Glückwunsch! Nächstes Jahr darf er in der Meisterklasse spielen.

Valentin erschien heute leider wider Erwarten nicht. Weil es im Turnierverlauf schon einmal so gewesen war, dass er nur aufgrund eines Anrufs nach Partiebeginn noch gekommen war, verlor er seine heutigen Partien ohne Kompromisse kampflos.

Dähnepokal Halbfinale

Die in der Vereinsmeisterschaft gesparte Kraft ging volle Möhre
auf HRs Gegner Isaac Garner nieder. Im Mannschaftspokal musste
HR noch Risiko spielen, hier machte sich der Gegner selbst tot.
Partie und Bericht in Bälde beim HSchV. Finalgegner ist
Malte Colpe, da aber beide für die DPEM qualifiziert sind,
ists im Grunde Banane. Blech hat HR genug.

WT R3

Auch mit Weiß und mit einer etwas ungebräuchlichen Eröffnung hatte HR
nur einen alten Stiefel gegen Riccardo. Und hatte am Ende noch Glück,
daß dieser nicht auf Haumiblau aus war. Remis, Stand 1-2.

JM-M: Monster-Minh

Minh-Luka (Schwarz) hatte vor ein paar Zügen gegen Felix M. einen vorteilhaften Tausch D gegen 2T gemacht (die Stellung ist zwar materiell noch einigermaßen OK für Weiß, aber schon -4.5). Während Villabacho (HR) hier noch grübelte, wie man am besten ein Luftloch macht, um mit beiden Türmen dem König einzuheizen, packte Villariba bereits den KO-Schlag aus!

In Weiß auf Weiß (zum Lesen den Leerraum unten mit der Maus markieren):
1…Se3!! Wumm. Der Tc2 ist gedeckt, der Springer wegen Td1 tabu, und 2.h4 (h3 rettet auch nicht) kostete nach ein paar offensichtlichen Schachs, die man im Kopf ausrechnen kann, die Dame durch den Spieß Txh4.

Jugendmeisterschaft 2023: Kandidatenklasse

      1.Runde (5.10.) :
  1:  Oskar                    - Valentin                     0:1   
  2:  Ivan                     - Elias                        0:1   

      2.Runde (12.10.) :
  1:  Oskar                    - Ivan                         0:1   
  2:  Valentin                 - Elias                        1:0   

      3.Runde (2.11.) :
  1:  Ivan                     - Valentin                     1:0   
  2:  Elias                    - Oskar                        1:0   

Platz Name     Pkte. W.1   W.2   W.3   
1     Ivan     2.0   1.00  2.00  0.00  
1     Valentin 2.0   1.00  2.00  0.00  
1     Elias    2.0   1.00  2.00  0.00  
4     Oskar    0.0   0.00  0.00  0.00  

Turnierverwaltung 4.20
W.1=Sonneborn-Berger
W.2=Gewinnpartien-Wertung
W.3=Sonneborn-Berger, beste und schlechteste Wertung gestrichen
02.11.2023

Der erste Platz muss noch in einem Stichkampf ermittelt werden.

U8-WM 2023: Abschlussbericht

Lionel wurde mit fünf Punkten und einer hohen Buchholz 54. von effektiv 89 Teilnehmern, weil ein Junge, obwohl gelistet, keine einzige Runde spielte. Das Ergebnis klingt überraschend oder gar enttäuschend, wenn man daran denkt, dass er nach vier Runden Vierter war und gegen einen recht hohen ELO-Schnitt dreieinhalb Punkte geholt hatte. Es gibt aber gute Gründe, es weder überraschend zu finden noch enttäuscht zu sein. Vielmehr ist das Ergebnis stimmig, wenn nicht erfreulich. Die Gründe sind statistischer Natur. Zum einen liegt seine Turnierleistung bei 1321 ELO, während seine aktuelle DWZ bei 1234 liegt. Zum anderen drückt zwar schon seine hohe Buchholz aus, dass er starke Gegner hatte, aber die Details machen einem noch klarer, wie stark: Seine Gegner holten mindestens so viele Punkte wie er und neun von elf derselben sogar mehr Punkte. Darüber hinaus hilft eine vergleichende Betrachtung bei der Einordnung: Der letzte Hamburger Teilnehmer einer U8-WM, Kaiwen Wang, holte auch „nur“ vier Punkte. Soll heißen, deutsche Schachtalente haben bei einer U8-WM vielleicht nicht viel mehr zu erwarten, was, kurz gesagt, Trainingsgründe haben könnte. Das kann allerdings durch eine andere Betrachtung auch wieder relativiert werden, die am Gesamtbild nichts ändert: Sowohl Lionel als auch Kaiwen Wang waren bei ihrer Teilnahme relativ jung. Lionel war ein sehr junger U8er und Kaiwen Wang ein ziemlich alter U7er. Sie hatten daher wahrscheinlich viele ältere Gegner und in dem Alter kann ein halbes Jahr noch einen großen Unterschied machen.

Lionels Ergebnis ist also durchaus zufriedenstellend! Nun gilt es, nach vorne zu schauen und sich auf die anstehenden Dinge (vor allem erst mal unsere JM, bald aber auch die HJET) zu fokussieren. Auch muss im Training aufgegriffen werden, was auf der U8-WM ungünstig lief, z.B. wiederholt die Damenentwicklung in der Eröffnung.

Zum Abschluss: GROSSER APPLAUS für die an sich beeindruckende Leistung, mit knapp acht Jahren elf Tage lang täglich in ablenkungsreicher Umgebung eine Schachpartie gespielt zu haben, mit der man sich durchaus für die Kreisklasse empfehlen kann.

U8-WM 2023: Runde 11

Heute kam bei Lionel noch mal etwas Neues aufs Brett: die Preußische Partie. Er setzte nach 5. exd5 mit 5… Sa5 fort. Kurz darauf ließ er sich auf einen Damentausch ein, was etwas überraschend für den Berichterstatter war, weil es nicht zu der gambitartigen Eröffnungsbehandlung von Schwarz passte. Ein paar Züge später tauschte Lionel weitere Figuren ab, obwohl nicht zwingend erforderlich. So entstand eine Stellung, in der der Minusbauer nicht mehr durch Entwicklungsvorsprung und Initiative kompensiert wurde. Lionel gab aber natürlich nicht auf und fand auch immer wieder gute Züge. Schließlich ergatterte er sich sogar einen gegnerischen Bauern und glich aus. Leider war dieser Ausgleich aber wiederum nur von kurzer Dauer, weil er die Gefahr für seinen Läufer zu spät erkannte und wieder in Nachteil geriet. Diesen Vorteil gab sein Gegner nicht mehr aus der Hand. Schade!

 

HSenEM: HR verteidigt Titel

Mit äußerster Suppe und belohntem wahnwitzigen Risiko
(HR brauchte den Partiesieg unbedingt) schaffte HR 7/9
Punkte und den 1. Platz in der Ü50. Der (nur) halbe Buchholzpunkt mehr
ist m.E. Bullshit, ein Blick auf die Kreuztabelle
reichte. Wenn wir momentan eine hätten 🙂
Jörn Werner machte sein Standardergebnis von 4.5 Punkten
und den 22. Platz in der Ü65.

U8-WM 2023: Runde 10

Heute spielte Lionel die bislang längste Partie. Sie dauerte drei Stunden und 45 Minuten. Leider ging es erneut nicht gut für ihn aus, obwohl es ziemlich gut begonnen hatte. Nach der Ablehnung des Morra-Gambits durch seinen Gegner stand er nach ein paar Zügen sehr aussichtsreich trotz Isolani. Dann muss er der Meinung gewesen sein, sein schwarzfeldriger Läufer wäre hoffnungslos gefangen. Tatsächlich war der rettende Zug, 18. b4, nicht leicht zu sehen. Leider übersah er nicht nur diesen, sondern auch andere, die das Übel begrenzt hätten. So ergab sich eine zwar nicht leicht zu spielende, jedoch für seinen Gegner vorteilhafte Stellung. Den Vorteil gab dieser nicht mehr aus der Hand, ohne stets die besten Züge zu finden.

Morgen geht es in die letzte Runde. Lionels Gegner ist ein australischer Junge mit rund 1150 ELO. Mit einem ganzen Punkt könnte sich Lionel noch im oberen Tabellendrittel platzieren. Viel Erfolg!