Die Jugendblitzmeisterschaft am 18. Dezember war so offen wie lange nicht und hatte auch deshalb eine erfreulich hohe Teilnahmezahl. Neben vielen Mitgliedern von uns nahmen nicht nur zwei ehemalige und zwei Schüler vom Helmut-Schmidt-Gymnasium (HSG, Ex-KiWi) teil, sondern auch zwei Gäste von der Schachvereinigung Blankenese.
Wegen der großen Unterschiede in der Spielstärke zwischen einerseits Justus, Lionel und Ranvir sowie den Gästen und andererseits dem Rest wurde in einem A-Turnier und in einem B-Turnier gespielt.
Im B-Turnier wurden sieben Runden im Schweizer System gespielt. 14 waren am Start. Der Verlauf war sehr spannend. Das noch recht junge HSG-Talent Yusuf R., das am Ende leider leer ausging, startete mit drei Siegen in Folge, u.a. gegen Felix S. Dann konnte es von Prabav und Bipan ausgebremst werden. Beide mussten sich aber gegen Felix S. geschlagen geben, der dadurch wieder an die Spitze gelang. Und sich diese nicht mehr nehmen ließ. Glückwunsch zum Turniersieg! Weitere Medaillen wurden für die besten Ergebnisse in den Altersklassen U16, U14, U12, U10 und U8 vergeben. Weil Ältere aus dem Verein/Viertel nicht teilnahmen, verschob sich die Vergabe ein wenig. Das beste Ergebnis U16 erzielte unser ehemaliges Mitglied Halil, das beste U14 Prabav, das beste U12 Bipan, das beste U10 Polly und das beste U8 Johannes. Glückwunsch! Ergebnisse im Detail
Im A-Turnier bekleckerte sich Wilhelmsburg nicht gerade mit Ruhm. David Schacht, der schon das Sommerturnier gewonnen hatte, dominierte und wurde Erster. Auch Sami Al Amin, der vergleichsweise spät auf der Schachbühne erschien, konnte sich knapp vor den Wilhelmsburgern positionieren. Bei diesen wurde es zwischen Justus und Lionel spannend. Ersterer konnte das Rennen letzten Endes für sich entscheiden, wenn auch nicht im direkten Vergleich. Deswegen darf er sich erneut „Wilhelmsburger Jugendblitzmeister“ nennen. Glückwunsch! Lionel erhielt außerdem eine Medaille für das beste Ergebnis U18. Ergebnisse im Detail
Zur folgenden Stellung schrieb HR:

„Lionel hat sich in seinem Schach stark weiterentwickelt. HR dachte beim Vorbeigehen hier in einer Zehntelsekunde: Txe6!? Und er spielt solche Opfer im Blitzen auch, ohne nachzudenken (was ihn in ähnlicher Lage gegen David Schacht, im Erwachsenenblitz, einen halben Punkt kostete – eine Turnierpartie hätte er vielleicht gewonnen 🙂 ). Vor 5 Jahren hätte Lionel, obwohl schon positionell unglaublich gut, taktisch das sich nicht getraut. Das Opfer ist unklar, forcierte Varianten sind schwer zu rechnen, Weiß gibt eine halbe Eiskugel, damit der sK noch gräßlicher steht. Hier die Lichess-Stockfish-Analyse: 1.Txe6! {Gut, +1. Schwarz lehnt am besten mit Sg7 ab und hat einen Minusbauern und immer noch die grotte Stellung.} 1…Kxe6 2.Te1+ {Schon komplett +-, 2…Le5 +2.5} 2…Kxf7 3.Dxf5 Se7 4.Sg5+ Ke8 5.Dxf6 Tf8 {Bis hier hatte Schwarz keine besseren Alternativen mehr, aber nun kann Lionel das Material zurückholen und hat ein klar gewonnenes Endspiel.} 6.Dxf8+ Kxf8 7.Se6+ Kf7 8.Sxd8+ Kxd8 {+3. Was Lionel noch lernen muss, ist, wie man es souverän nach Hause schiebt. Endspieltraining mit Hauke? 🙂 }“
Drumherum lief im Übrigen die Weihnachtsfeier, wenn man so will, und es ist im Grunde eine gute Nachricht, dass Kekse übrig geblieben sind.




