JM 2020: Ergebnisse R7, Abschlusstabelle und abschließende Worte

Die Partien der letzten Runde waren für den 26. und 31. August geplant. Die Ergebnisse und die Abschlusstabelle finden sich hier.

Die JM 2020 wurde nach 11 Monaten beendet. Justus wurde Erster, verteidigte somit seinen Titel aus dem Jahre 2019 und durfte sich weiterhin SKW-Jugendmeister nennen. Gratulation!
Das Turnier hatte mit dem Wunsch nach DWZ-Auswertung begonnen. Dieser Wunsch war im Juni noch einmal von einigen bekräftigt worden. Leider konnte sich dennoch nur die Hälfte zu wöchentlichen Turnierpartien motivieren. Deshalb kam es am Ende zu vielen kampflosen Siegen. Das hinterlässt kein gutes Gefühl. Minh Luka wurde z.B. Zweiter mit drei kampflosen Siegen, Ranvir Dritter mit nur einem kampflosen Sieg. Selbstverständlich ist Minh Luka zuzutrauen, dass er die drei Partien gewonnen hätte, dennoch musste er sich weniger beweisen als Ranvir.

DJEM 2021 in Willingen

„Es war klar, daß Justus auf der DJEM [vom 22. bis 30. August] nur Hau und Miblau zu erwarten hatte, startete er doch mit großem Abstand als letzter der Rangliste. Doch war er mit seinem Abschneiden sehr zufrieden, auch wenn sich immerhin 3/9 nicht so direkt in der Plazierung (45 ist immer noch ganz dicht am Ende, mit ein paar mehr Buchhölzchen vom plötzlich erkrankten Bahne wären es glatt 44 geworden) niederschlugen und er ein paarmal mangels Eröffnungskenntnissen fürchterlich gelumbeckt wurde. So ein Jugendturnier ist aber immer auch zu 50% spezialgelagerte Sonderferien.

Eine „Zerstörung“ (oder besser Selbstzerstörung, Justus hat kaum nachgeholfen 😀):

[Weitere Details finden sich hier.]“

HR

JM 2020: Ergebnisse R6, Paarungen R7

Für den 19. und 25. August waren die Partien der sechsten Runde angesetzt. Die Ergebnisse:
Minh Luka vs. Vincent 1k:0k
Yunus vs. Justus 0:1
Felix vs. Samuel 1:0
Yusuf vs. Edon 0k:1k
Birk vs. Ranvir 0k:1k
An die kampflosen Partien hatte man sich ja langsam gewöhnt. Dass allerdings manche nicht einmal absagten, sondern einfach nicht kamen, blieb ärgerlich.
Die Paarungen der letzten Runde lauteten wie folgt:
Justus vs. Vincent
Samuel vs. Ranvir
Yunus vs. Yusuf
Felix vs. Minh Luka
Edon vs. Birk
Minh Luka und Justus hatten vor der letzten Runde beide fünf Punkte. Wegen der Paarungen und der aktuellen Feinwertungen war Justus‘ Turniersieg jedoch schon ziemlich gewiss.

JM 2020: Ergebnisse R5, Paarungen R6

Für den 12. und 18. August waren die Partien der fünften Runde angesetzt. Die Ergebnisse:
Ranvir vs. Minh Luka 0:1
Yunus vs. Felix 0:1
Samuel vs. Justus 1:0
Yusuf vs. Birk 0k:0k:
Edon vs. Vincent 0k:0k
Wie zu sehen, wurden erneut zwei Partien kampflos entschieden. Die Motivation zur Beendigung der JM 2020 war offenkundig bei manchen gering. Yusuf hatte vorher immerhin ausdrücklich gesagt, er steige aus der JM 2020 aus. Edon hatte immerhin mitgeteilt, dass er es nicht schaffen werde. Weil von Birk und Vincent nichts zu hören gewesen war und sie auch nicht zur Partie im Spiellokal erschienen, bekam niemand von ihnen einen Punkt.
Eine weitere Überraschung der fünften Runde war natürlich Samuels Sieg gegen Justus. Die Partie hatte eigentlich mit einem ruhigen Vierspringerspiel begonnen und sah lange remisverdächtig aus. Justus hatte sich offenbar darauf verlassen, dass Samuel den ersten Fehler machen würde. Doch in einer recht unruhigen Atmosphäre auf der Terrasse war er es selber, der ordentlich patzte. Danach ließ sich Samuel den Sieg nicht mehr nehmen.
Die Paarungen der sechsten Runde lauteten im Übrigen wie folgt:
Minh Luka vs. Vincent
Yunus vs. Justus
Felix vs. Samuel
Yusuf vs. Edon
Birk vs. Ranvir

JM 2020: Teilergebnisse R4, Paarungen R5

Schon Anfang Juni, als klar geworden war, dass es bald wieder möglich sein würde, Turnierpartien im Spiellokal zu spielen, sprach sich beim Online-Training eine deutliche Mehrheit der anwesenden Jugend dafür aus, die JM 2020 ordentlich zu beenden. Die noch offenen Partien der vierten Runde sollten nun am 25. August 2021 (!) ausgetragen werden. Die Teilergebnisse:
Minh Luka vs. Yunus 1k-0k
Felix vs. Edon 1k-0k
Vincent vs. Birk 0k-1k
Wie zu sehen wurden alle drei Partien kampflos entschieden. Ärgerlich! Lediglich Edon hatte mitgeteilt, dass er doch nicht antreten könne.
Die Paarungen der fünften Runde lauteten wie folgt:
Ranvir vs. Minh Luka
Yunus vs. Felix
Samuel vs. Justus
Yusuf vs. Birk
Edon vs. Vincent

HJEM 2021

„Diesmal war alles anders: keine Ferien in Schönhagen. Glücklicherweise haben wir ja Björn Lengwenus und die Schule Alter Teichweg. Auch gab es keine Qualifikation über die HJET, sondern Justus wurde vom Leistungsausschuss für die [U14]-Endrunde [vom 12. bis 18. Juli] nominiert. Er rechtfertigte dies mit einem in diesem Feld exzellenten Ergebnis von 3.5/7 (Platz 6), aber der Hammer kommt noch: Sah es erst nach dem üblichen Wilhelmsburger Pech aus (nur ein halber Buchholzpunkt trennte ihn von der Deutschen Meisterschaft), wurde er am Ende doch noch als Nachrücker nominiert, weil ein weiterer Spieler absagte. HR war nie auf einer DJEM… [Weitere Details finden sich hier.]“

HR

Jugendtraining im Sanitaspark

Zwei verschiedene Vorgänge führten dazu, dass von Ende Mai bis Ende Juli Jugendtraining im Sanitaspark stattfand. Davon sei hier berichtet.

Ende April zeigte die vierjährige Tochter des Jugendwarts erstes Schachinteresse. Die Mutter eines fünfjährigen Nachbarkindes bekam das mit und erzählte vom Interesse ihrer Tochter sowie weiterer Kinder aus der Nachbarschaft. So ergab sich ein vereinsunabhängiges Treffen mit Schachbezug, ein Kita-Kinder-„Training“ im Wohnzimmer. Beim zweiten Mal Anfang Mai konnte es wegen des guten Wetters im Sanitaspark stattfinden. Was nur für die Tochter des Jugendwarts und eine Freundin geplant war, zog in der Öffentlichkeit auch andere Kinder an. Die Mutter eines vierjährigen Jungen, der erst gegen Ende hinzugestoßen war, fragte nach, was für ein Angebot das gewesen sei und ob man es noch mal ihrem Sohne machen könne. Spontan ergab sich eine Verabredung für die Folgewoche zur gleichen Zeit am gleichen Ort bei gutem Wetter, die zwar ausdrücklich privat war, aber doch schon irgendwie dem Vereinsinteresse diente. Eine Woche später zeigte sich dann zwar, dass der besagte vierjährige Junge nicht reif für Schach war, aber der fünfjährige Lionel, der mit seinem Vater zufällig hinzustieß, durchaus.

Schon Ende Februar hatte sich die Mutter eines fünfjährigen Jungen, Mahir, gemeldet, ihr Sohn wolle gern Schach spielen, ob das bei uns im Verein möglich sei. Wie die Figuren zu ziehen seien, wisse er schon. Der Jugendwart hatte ihr vom Online-Training erzählt, das der Verein momentan anbiete, sie waren übereingekommen, dass das für ihren Sohn noch nichts sei, und hatten vereinbart, dass er sich melden würde, sobald Training am realen Brett wieder angeboten werden könne. Ende Mai wurden die Corona-Maßnahmen so gelockert, dass man unter Auflagen Jugendtraining im Spiellokal eines Vereins hätte durchführen können. Leider gab es von der AWO, also dem Hausherren, noch keine Freigabe für die Nutzung des Seniorentreffs. Weil es hieß, wir sollten Geduld haben, war abzusehen, dass es dauern würde. Mahir hatte es jedoch verdient, endlich mal ein Angebot zu bekommen.

So kam es ab Anfang Juni zu Jugendtraining im Sanitaspark. Vor allem die Noch-Kita-Kinder und Jetzt-Vorschüler Lionel und Mahir nahmen daran teil, hin und wieder aber auch andere. (Das Online-Training lief weiter und war für viele natürlich bequemer.) Es wurde bei Minispielen deutlich, dass Lionel und Mahir die Zugregeln beherrschten. Auch verstanden sie Treppenmatt schnell und gut. Daher konnte man am 24. Juni ihrem Wunsch, eine Partie zu spielen, ruhig entsprechen.

Von Noch-Kita-Kindern ist das eine starke Leistung. Wer Schach versteht, wird Lionel trotz des Remis für besser halten. Die folgende Leistung drei Wochen später war dennoch überraschend.

Die Revanchepartie gewann Malik-Taha in 41 Zügen.

Elbinsel-Pokal

2019 spendete eine Wilhelmsburger Firma eine ordentliche Summe für ein Schulschachturnier, das das Helmut-Schmidt-Gymnasium (HSG, Ex-KiWi) in Kooperation mit uns im Juni 2020 durchführen wollte, natürlich in Präsenz. Es wurde Elbinsel-Pokal genannt und war am Springer-Pokal angelehnt. Es fiel SARS-Cov-2 zum Opfer, weil im Juni 2020 zwar manches, aber noch keine Schulveranstaltungen wieder erlaubt waren.

Weil die Hamburger Schulschachmannschaftsmeisterschaften 2020 sowie der Springer-Pokal 2021 ausgefallen waren und sich abzeichnete, dass im Schuljahr 2020/2021 kein Schulschachturnier in Präsenz mehr möglich sein würde, kam im April die Idee auf, den Elbinsel-Pokal als Online-Turnier für Achtermannschaften mit Termin vor den Sommerferien auszuschreiben. In Rücksprache mit ein paar Schulschachakteuren verfestigte sich die Idee und wurde der 22. Juni als Termin festgelegt. Leider nahmen letzten Endes dennoch nur fünf Mannschaften teil, davon zwei vom HSG. Teils lag es wohl an den Achtermannschaften und teils am Termin. So oder so lag es deshalb nahe, ein doppelrundiges Rundenturnier mit recht kurzer Bedenkzeit durchzuführen.

Um auch eine Chance auf den Ratingpreis für die beste Grundschul- oder Beobachtungsstufenmannschaft zu haben, stellte das HSG für dieses hauseigene Turnier zwei Mannschaften auf. In der ersten Mannschaft mit älteren Schülern spielten in Brettreihenfolge Leon, Justus, Furkan, Samuel, Felix M., Edon, Ranvir und Per Lino. In der zweiten Mannschaft mit nur jüngeren Schülern spielten in Brettreihenfolge Yunus, Malik-Taha, Valentin, Ömer, Felix S., Emir Efe, Mats, Michel und Peter (Ersatz). Darüber hinaus nahmen drei Grundschulmannschaften teil, die nicht von der Elbinsel kamen. Wer nun glaubt, die Mannschaften vom HSG hätten leichtes Spiel gehabt, irrt. Ziemlich schnell wurde klar, dass die erste HSG-Mannschaft mit der Mannschaft von der Grundschule Windmühlenweg um den ersten Platz kämpfen würde und dass die zweite HSG-Mannschaft nur knapp besser als die anderen zwei Grundschulmannschaften ist.

Die Frage, wer den Ratingpreis gewinnen würde, entschied sich also an der Tabellenspitze. In der dritten Runde ging es zwischen der ersten HSG-Mannschaft und der Mannschaft von der Grundschule Windmühlenweg unentschieden aus. In der achten Runde trafen sie ein zweites Mal aufeinander. Bis dahin hatte die erste HSG-Mannschaft deutlich mehr Brettpunkte geholt. Ein Unentschieden hätte ihr also zum Turniersieg gereicht. Leider ging das erneute Duell aber zu ihren Ungunsten aus, sodass eine Grundschule den Elbinsel-Pokal 2021 holte! Bilder von der Siegerehrung nach den Sommerferien in Präsenz sind hierunter zu sehen.

Das Leid der ersten HSG-Mannschaft war zugleich die Freude der zweiten. Weil die Grundschule Windmühlenweg Platz eins holte, nicht zwei, konnte die zweite HSG-Mannschaft auf Platz drei den Ratingpreis holen. Gratulation! Darüber hinaus gab es auf HSG-Seite noch weitere nennenswerte Ergebnisse: Edon, Felix M., Justus, Per Lino und Samuel erzielten an ihren Brettern Top-Leistungen. Bester Spieler des Turniers war aber, muss man sagen, Julian am ersten Brett von der Grundschule Brockdorffstraße. Weitere Infos findet man über jene Webseite.

Eine Lehre aus diesem Turnier scheint übrigens zu sein, dass Grundschulmannschaften mithalten können. Vielleicht sollte man sie bei den Hamburger Schulschachmannschaftsmeisterschaften zulassen…

Online-HJMM

Zwar konnten die HJMM-Sonderklassen wieder am realen Brett ausgespielt werden, weil sich die Corona-Maßnahmen schon gelockert hatten, aber an ein Ligasystem war natürlich nicht mehr zu denken. Daher entschied sich der HSJB, am 6. Juni eine Online-HJMM für Vierermannschaften auszutragen. Es sollte in drei Gruppen gespielt werden: Anfänger, Fortgeschrittene und Stark. Die Mannschaften konnten bei der Anmeldung selbstständig einsortiert werden. An den DWZ vieler Spieler*innen konnte man erkennen, dass dabei durchaus Anständiges herausgekommen war. Spielerpässe waren nicht nötig. So konnten wir mit Verstärkung von Vereinsfreunden zwei Mannschaften aufstellen. Die erste Mannschaft (in Brettreihenfolge: Justus, Samuel, Felix, Yusuf) trat in der Gruppe der Fortgeschrittenen an, die zweite (in Brettreihenfolge: Furkan, Minh Luka, Ranvir, Edon, Yunus [Ersatz]) in der Gruppe der Anfänger. Es wurden fünf Runden Schweizer System mit 15 Minuten pro Person und Partie sowie 2 Sekunden Aufschlag pro Zug gespielt.

Unsere erste Mannschaft war nur auf Platz neun von zehn Mannschaften gesetzt. Es war einerseits klar, dass sie damit unterschätzt wurde, andererseits waren in der Gruppe starke zweite und dritte Mannschaften anderer Vereine. Dennoch machten sich unsere Jungen durchaus Hoffnungen auf den ersten Platz. Nach dem Unentschieden in der zweiten Runde gegen Bergstedter SK (am Ende Zweiter) mussten sie dafür in der dritten Runde gegen die zweite Mannschaft von SchVgg Blankenese (am Ende Erster) ebenfalls ein Unentschieden herausholen. Dies misslang auf unerfreuliche Weise: Samuel setzte sich in gewonnener Stellung durch ungeschickte Königszüge quasi selber matt. Anschließend war aus eigener Kraft nichts mehr möglich. Aus der Sicht konnte es nur noch um eine gute Platzierung gehen. Die letzte Hoffnung war aber erst nach der vierten Runde gestorben, in der es zu keiner Schützenhilfe gekommen war. Unsere vier konnten sich dann nicht mehr für die fünfte Runde motivieren, spielten alle unter ihren Möglichkeiten. So langte es am Ende nur für den sechsten Platz, der in Ordnung ist, aber niemanden jubeln lässt. Überragend erschien immerhin Felix‘ Leistung. Er holte vier Punkte, zeigte eine Turnierleistung von 1786 und war damit am dritten Brett der beste Spieler. Zu schade, dass er in der letzten Partie übersah, dass seinem Springer gefangen zu werden drohte! Weitere Details finden sich über jene Webseite.

Unsere zweite Mannschaft war immerhin auf Platz sieben von elf Mannschaften gesetzt, wurde damit dennoch klar unterschätzt und konnte sich sogar noch mehr Hoffnungen auf den ersten Platz machen als unsere erste Mannschaft. Tatsächlich lief es von Anfang an gut. Unsere Jungen gewannen erst mal drei Runden lang jedes Mannschaftsduell. Dabei stellten sich die dritte und vierte Mannschaft vom SKJE als starke Konkurrenten heraus. Sie hatten sich zu unserem Glück in der ersten Runde unentschieden getrennt. Deshalb hatte unsere zweite schon einen beruhigenden Mannschaftspunkt Vorsprung, als sie in der vierten Runde gegen ihre dritte antreten musste. Dieses Duell ging unentschieden aus. Dennoch stand anschließend eine spannende letzte Runde bevor. Denn unsere zweite musste gegen ihre vierte antreten (die selber noch Chancen hatte) und würde bei einem Unentschieden nur Zweiter werden, sofern ihre dritte gewinnen würde. Weil aber unsere zweite ihre vierte besiegen konnte, wurde sie ganz einfach aus eigener Kraft Erster. Eine SKW-Mannschaft gewann erstmalig einen HJMM-Pokal! HR dazu: „Das hat nicht einmal die legendäre Schulschachgruppe des Blauen Gymnasiums geschafft.“ Besonders großen Anteil daran hatten Minh Luka und Edon. Sie zeigten mit viereinhalb Punkten aus fünf Partien bzw. dreieinhalb Punkten aus vier Partien ganz starke Leistungen. Weitere Details finden sich über jene Webseite.

Süderelbe Onlineblitzmeisterschaft

„Die Süderelbe-Blitzmeisterschaft ist schon vor Corona etwas abgeschlafft, nur Marmstorf und Wilhelmsburg hielten konsequent die Fahne hoch. Daher wurde die SEBM dieses Jahr kurzerhand von Marmstorf [am 28. Mai] als Online-Turnier ausgetragen. Mit 18 Teilnehmern (aus gleich fünf Süderelbe-Vereinen) bei 9 Runden Schweizer System ging der Bär ab. Auch wenn Holger nicht dabei war (also Holger war schon dabei, aber Fabig…) und HR sowieso nicht, mag der Platz 1 von Carina angesichts starker Konkurrenz (und der Tatsache, daß sie jetzt nicht die geborene Blitzhaiin ist) etwas überraschen. Die SKW-Familie hatte hier nichts mitzureden – Thorsten kam mit 4.5/9 auf Platz 9 und Justus mit 2.5 auf Platz 16. [Weitere Details finden sich hier.]“

HR

HSK-Online-Turnier H.O.T.

Von Mitte April bis Mitte Mai richtete der HSK ein fünfrundiges Online-Turnier aus, das offen für Gäste war. Es war aus zwei Gründen recht attraktiv. Zum einen wurde jeweils freitags eine Partie mit längerer Bedenkzeit gespielt, nämlich 60 Minuten pro Person und 15 Sekunden Aufschlag pro Zug. Zum anderen stellte der HSK den Teilnehmer*innen den hauseigenen DIscord-Server für die Partieanalyse zur Verfügung und half teils auch bei der Partieanalyse selbst.

Die 66 Teilnehmer*innen, unter denen aus unserem Verein nur Justus war, wurden nach ihrer DWZ in Sechsergruppen eingeteilt. Justus landete in Gruppe H und hatte drei Erwachsene und zwei Kinder als Gegner. In der ersten Runde war er in der Partie gegen die erste Erwachsene sehr friedfertig und bot in gewonnener Stellung Remis an. In der zweiten Runde gewann er eher mühsam gegen den zweiten Erwachsenen. In der dritten Runde gab er gegen den dritten Erwachsenen den sicheren Sieg unkonzentriert aus der Hand, konnte aber ein Remis sichern. In der vierten Runde siegte er gegen das erste Kind souverän. In der fünften Runde jagte er dem Gruppensieger den einzigen halben Punktverlust ab und wurde mit dreieinhalb Punkten hinter diesem Zweiter. Es wäre vielleicht sogar ein wenig mehr drin gewesen…

Deutscher Schulteam-Cup

Der Deutsche Schulteam-Cup war eine Turnierserie von Mitte April bis Anfang Mai, die die Deutschen Schulschachmannschaftsmeisterschaften ersetzen sollte, die erneut pandemiebedingt ausfallen mussten. Eine Mannschaft des Helmut-Schmidt-Gymnasiums (HSG, Ex-KiWi) qualifizierte sich dafür in der Wettkampfklasse (WK) IV beim Hamburger Schulschach(online)pokal. Für eine Mannschaft in der WK III war ein Freiplatzantrag gestellt worden, der erfreulicherweise angenommen worden war. So konnte das HSG mit zwei Mannschaften teilnehmen.

Die Mannschaft in der WK III (5.-8. Klasse) war am 18. April dran. Sie bestand in Brettreihenfolge aus Justus, Minh Luka, Samuel, Felix und dem Ersatzspieler Ranvir, wobei klar war, dass alle zum Einsatz kommen würden. (Am Ende pausierte Minh Luka übrigens freiwillig am häufigsten.) Gespielt wurden sieben Runden Schweizer System mit 15 Minuten Bedenkzeit pro Person und Partie. Die Mannschaft vom HSG war nach DWZ-Schnitt nur auf Platz 23 gesetzt. Dass sie dadurch unterschätzt wurde, war klar. Dennoch hätte mit dem sehr erfreulichen zwölften Platz, für den es am Ende reichte, niemand so wirklich gerechnet. Insbesondere Justus und Felix zeigten bei dieser starken Konkurrenz beachtliche Leistungen: Jener holte fünf Punkte und zeigte eine Turnierleistung von 1630, dieser holte vier Punkte und zeigte eine Turnierleistung von 1167. Weitere Details finden sich hier.

Die Mannschaft in der WK IV (5./6. Klasse) war am 1. Mai dran. Es war nicht ganz leicht, sie auf die Beine zu stellen. Yusuf, der fürs zweite Brett vorgesehen worden war, wollte überraschenderweise nicht teilnehmen und Lucie, die sich in der Lichess-Schulschachbundesliga und beim Kandidatenturnier gut präsentiert hatte, fühlte sich der Aufgabe nicht gewappnet. So kamen nur vier zusammen, nämlich in Brettreihenfolge Felix, Yunus, Malik-Taha und Valentin. Nach der Setzliste zu urteilen konnten sie sich eigentlich nur vornehmen, nicht auf dem letzten Platz zu landen. Mit fünf Mannschaftspunkten ließen sie am Ende zwei andere Mannschaften deutlich hinter sich. Insofern wurde das Ziel erreicht. Yunus zeigte im Übrigen am zweiten Brett mit dreieinhalb Punkte die beste Einzelleistung. Weitere Details finden sich hier.

Großer HSG-Schachwettkampf

Der große Schachwettkampf am Helmut-Schmidt-Gymnasium (HSG, Ex-KiWi) besteht aus einem Zweikampf um den Titel „HSG-Champion“ und einem Kandidatenturnier, dessen Sieger*in im Folgejahr den HSG-Champion herausfordern darf. Das Ganze wurde wie im Vorjahr pandemiebedingt online veranstaltet und fand am 27. April statt.

Im Kandidatenturnier wurden sieben Runden Schweizer System gespielt, und zwar mit einer Bedenkzeit von zehn Minuten pro Person und Partie. 17 Schüler*innen wollten teilnehmen, eine*r brach die Teilnahme jedoch nach zwei Runden ab, weswegen eigentlich nur 16 dabei waren. Darunter waren natürlich viele aus unserer Jugend: Felix, Justus, Ranvir, Samuel und Yunus. (Warum Yusuf nicht dabei war, ist nicht bekannt.) Außerdem waren die im Verein bekannten Edon und Furkan am Start. Im Übrigen HSG-Schüler*innen, die teils schon mal erwähnt worden sind, zum Beispiel Berfin und Malik-Taha. In diesem Teilnehmer*innenfeld war Justus natürlich der Favorit. Nachdem er jedoch in der zweiten Runde gegen Felix in einem vorteilhaften Endspiel unachtsam eine vernichtende Fesselung zugelassen und die dritte Runde wegen überschrittener Karenzzeit kampflos verloren hatte, konnten sich mehrere Hoffnungen machen. Am Ende setzte sich Furkan durch, der nur gegen Justus einen Punkt abgegeben hatte. Den zweiten Platz holte sich Samuel. Mit fünfeinhalb Punkten spielte er ein starkes Turnier und darf sich nun „Mittelstufenmeister“ nennen. Justus schaffte es trotz des verschenkten Punktes noch auf den dritten Platz. Felix und er kamen auf fünf Punkte, er hatte jedoch u.a. wegen des Sieges gegen Furkan die höhere Sonneborn-Berger. Dennoch holte nur Felix einen Titel, nämlich „Beobachtungsstufenmeister“. Im Übrigen sind vor allem zwei Ergebnisse erwähnenswert: Zum einen landete Per Lino mit vier Punkten und einer relativ hohen Sonneborn-Berger auf dem fünften Platz. Von ihm las man zuletzt in IS 159. Offenbar hat er das Schachspielen nicht verlernt. Zum anderen landete Berfin ebenfalls mit vier Punkten auf dem sechsten Platz. Dies ist erwähnenswert, weil sie trotz dieser guten Platzierung nichts gewinnen konnte. Denn die Titel „Oberstufenmeisterin“ und „Bestes Mädchen“ werden nur vergeben, wenn mindestens drei Oberstufenschüler*innen bzw. Mädchen mitmachen, und beides war dieses Mal nicht der Fall. Weitere Details finden sich hier.

Den Zweikampf um den Titel „HSG-Champion“ trugen Titelverteidiger Minh Luka und Herausforderer Leon aus. Das Reglement sah vier Partien mit einer Bedenkzeit von 30 Minuten pro Person vor und nötigenfalls eine Armageddon-Partie. Die erste Partie war trotz des hohen Tempos, in dem die beiden spielten, schön anzusehen. Dummerweise patzte Minh Luka im Endspiel in einer hundertprozentigen Remisstellung. Die zweite Partie hingegen litt unter dem hohen Tempo. Es wurde so viel gepatzt, dass von keiner schönen Partie die Rede sein kann. Weil Minh Luka daraus als Sieger hervorging, blieb der der Zweikampf immerhin spannend. Die dritte Partie hatte sozusagen zwei Hälften, eine gute und eine schlechte. In der ersten Hälfte kamen die beiden auf durchaus ansehnliche Weise bis ans Ende des Mittelspiels. Die zweite Hälfte begann damit, dass beide die Kraft eines Hebels verkannten und Züge machten, die an diesem Thema in der Stellung vorbeigingen. Offenbar muss das mal im Training detailliert besprochen werden. Nachdem der Hebel dann doch noch von Leon durchaus vorteilhaft eingesetzt worden war, ließ er sich zwar den Vorteil nicht mehr nehmen, machte aber wie Minh Luka noch einige unschöne Züge, daher die Bewertung der zweiten Hälfte. Die vierte Partie musste Minh Luka anschließend gewinnen, um seinen Titel noch verteidigen zu können. Der Druck war allerdings wohl zu groß. Schnell konnte Leon einen Bauern und die siebte Reihe erobern. Nach 31. Zügen gab Minh Luka. Der neue HSG-Champion heißt folglich Leon! Er wird diesen Titel in einem Jahr gegen Furkan verteidigen müssen.

Schulschach(online)pokal

Nachdem der Hamburger Schulschachpokal 2019/2020 coronabedingt ausgefallen war, fand der nächstjährige am 27. März immerhin online statt. Das Helmut-Schmidt-Gymnasium (HSG, Ex-KiWi) konnte drei Mannschaften aufstellen, und zwar in den Wettkampfklassen (WKs) I, III und IV.

In WK I durften Schüler*innen der Klassen 5-13 antreten. Die HSG-Mannschaft wurde von Leon angeführt, der leider nur noch Zeit für Schulschach findet. An den Brettern hinter ihm saßen Furkan, Edon und Berfin. Insbesondere Furkan wird immer aktiver. Vielleicht tritt er ja bald in den SKW ein… Auf alle Fälle hatte diese durchaus löbliche Mannschaft gegen die vom Gymnasium Buckhorn und Matthias-Claudius-Gymnasium mit DWZ-Schnitten von 1808 bzw. 1729 natürlich wenig Chancen. Es ging also eigentlich nur gegen die Mannschaften vom Friedrich-Ebert-Gymnasium und der Beruflichen Schule Farmsen um den dritten Platz. Leider verschlief die HSG-Mannschaft den Auftakt zu diesem kleinen Wettkampf. In der ersten Runde ging sie nämlich gegen die Mannschaft vom Friedrich-Ebert-Gymnasium unnötig unter, indem zum Beispiel Furkan einzügig seine Dame einstellte. So langte es am Ende nur für den vierten Platz. Weitere Details finden sich über jene Webseite.

In WK III durften Schüler*innen der Klassen 5-8 antreten. Die HSG-Mannschaft war quasi ein SKW-Team, denn Justus, Minh Luka, Samuel und Ranvir spielten zusammen. Mit solch einer Aufstellung hätten sie durchaus Favorit sein können, doch in WK III starteten mehrere ähnlich gute, wenn nicht gar bessere Mannschaften. So war das Ziel vor allem erst mal die Qualifikation zum Deutschen Schulteam-Cup 2021, wofür der zweite Platz reichen sollte. Die Erreichung dieses Ziels wurde sehr diszipliniert angegangen (z.B. keine Remis ohne Rücksprache). Jedoch wurden die Hoffnungen nach der zweiten Runde und einer knappen Niederlage gegen die Stadtteilschule Winterhude geringer. Nachdem auch noch in der dritten Runde gegen das Gymnasium Eppendorf nur ein Unentschieden hatte herausgeholt werden können, war in der vierten Runde gegen Gymnasium Buckhorn die Luft raus und die sowieso befürchtete Niederlage wurde richtig deftig. Dass es nach dem erwarteten Sieg in der letzten Runde sogar durch Sonneborn-Berger für den dritten Platz reichte, kann man glücklich nennen. Ranvir zeigte jedenfalls mit 4/5 am vierten Brett eine starke Leistung. Weitere Details finden sich über jene Webseite.

In WK IV durften Schüler*innen der Klassen 5/6 antreten. Mit Felix, Yusuf und Yunus aus unserer Jugend, verstärkt durch Malik-Taha, hatte das HSG eine so gute Mannschaft aufgestellt, dass der erste Platz durchaus möglich erschien. Weil nur drei Schulen eine Mannschaft aufgestellt hatten, wurde doppelrundig gespielt. Nach drei Runden war anzunehmen, dass es sich zwischen den Mannschaften vom HSG und dem Johanneum entscheiden würde. Sie hatten sich in der ersten Runde unentschieden getrennt. In der vierten Runde trafen sie wieder aufeinander. Leider unterlag die Mannschaft vom HSG knapp. So wurde es am Ende Platz zwei. Trotz einer gewissen Enttäuschung freuten sich dennoch alle über die Qualifikation zum Deutschen Schulteam-Cup 2021. Weitere Details finden sich über jene Webseite.